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Der Roman

Reiseführer und Lagebericht des f. Wendelin

Roman

Gabriel De La Cruz

Der Titel benennt die Form: ein Reiseführer, ein Lagebericht. Sein Erzähler, F. Wendelin, pendelt seit über einem Jahrzehnt berufsbedingt von Land zu Land und bleibt nie länger als einen Monat am gleichen Ort — ein Leben in Abfluggates, Nachtkabinen und den Bars fremder Städte. Was er vorlegt, ist kein Plot, sondern ein Bericht: eine Woche dieses Lebens, protokolliert mit der nüchternen Genauigkeit eines Mannes, der Inventur über sich selbst führt.

Die Woche beginnt, bezeichnenderweise, an einem Freitag. Ein vorangestelltes Vorwort — „Worte eines Freundes“ — übergibt den Bericht an den Leser und setzt seine Bedingungen: Die Ereignisse entsprechen zum größten Teil einem gelebten Leben, soweit die Erinnerung sie nicht trübte. Was folgt, ist innerlich, abschweifend und bewusst undramatisch. Wer Drama, Tragödie und epischen Spannungsbogen erhofft, wird gewarnt: Es bedürfte eines Kunstgriffs, der die Realität des F. Wendelin verfälschen würde. Die Flachheit ist kein Mangel. Sie ist die Diagnose.

„Ich pendelte berufsbedingt von einem in das andere Land und blieb nie länger als einen Monat am gleichen Ort. Das war mein Leben. Ich machte das inzwischen über 10 Jahre lang.“

Ein Buch über das grenzenlose Arbeitsleben, geschrieben aus seinem Inneren: die Semiotik eines Krawattenknotens vor dem Termin, die Soziologie der Warteschlange am Flughafen, die Stadt aus dem Taxifenster um fünf Uhr morgens — und darunter, leise, die Frage, ob ein im Transit zusammengesetztes Ich überhaupt von irgendwoher sein kann.

Taschenbuch · A5 · 202 Seiten · Deutsch
ISBN 978-9925-8263-0-8 · BEATPUBLISHING, Nicosia · 2025 · Gebundener Ladenpreis €14,99
Englische Ausgabe: Between Cities (A guided report)

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